Porto aus dem PC

26. November 2008

Einfach und sicher sollte die neue Internetmarke der Deutschen Post sein. Mit Cirquent als neuem Dienstleister realisierte das Unternehmen ein IT-Projekt, das die Vorreiterrolle der Post bei Online-Frankierlösungen sichern sollte.

Die Herausforderung

Vor sieben Jahren brachte die Deutsche Post mit Stampit eine Online-Frankierlösung auf den Markt, die vor allem gewerblichen Kunden Vorteile bringt. Für viele Privatverbraucher ist sie nicht praktikabel, da die Empfängeradresse als Sicherheitsmerkmal in den Matrixcode der Frankierung eingearbeitet ist, die Marke also zum angegebenen Absendedatum und für den bestimmten Empfänger verwendet werden muss. Eine Alternative für private Nutzer war gefragt, so universal und anonym einsetzbar wie die in der Postfiliale gekaufte Briefmarke. Die größte Herausforderung lag darin, dass Cirquent das Projekt vom vorherigen IT-Dienstleister der Post übernahm. Nur sechs Monate standen fürs Einarbeiten in bereits geschriebene Codes, für Spezifikation, Implementierung und Testing zur Verfügung.

Die Lösung: Frontend auf Open-Source-Basis

Die neue Internetmarke sollte alle gängigen Webbrowser unterstützen und ohne Download einer zusätzlichen Software online nutzbar sein. Für Darstellung und Ausdruck der Marken sollte ein Standard-PDF-Reader genügen. Ein Knackpunkt war die Anforderung, dass Kunden Internetmarken z. B. bei Fehldrucken nochmals drucken können. Die Anwender sollten ihre Marken aber nicht mehrfach nutzen können. Deshalb erhält jede von Kunden generierte Marke einen eindeutigen und fälschungssicheren Matrixcode und eine ID-Nummer. Diese Identifikatoren werden bei den 82 Briefzentren der Post mit Entstehen der Marke hinterlegt. In dem Moment, in dem die Sendung ein Briefzentrum durchläuft, werden die dort hinterlegten Codes und Nummern im System sozusagen „durchgestrichen“ – die Marke ist entwertet. Weitere Briefe mit derselben Marke wandern als nicht ordnungsgemäß frankiert an den Absender zurück. Cirquent realisierte ein Frontend mit Web-2.0-Technologie auf Open-Source-Basis. Schnittstellen zu weiterführenden Systemen sichern die Integration in übergeordnete IT-Prozesse der Deutschen Post. Im August 2008 ging der Portoservice Internetmarke online.

Warum Cirquent?

Die Verantwortlichen der Deutschen Post schätzten vor allem Zuverlässigkeit und Beständigkeit der Berater von Cirquent. Aber auch die abgegebene Qualität überzeugte, ebenso wie die Proaktivität des Teams. Kritische Punkte wie die Anforderung, auf die bestehende IT-Infrastruktur aufzubauen, oder Kosten- und Termintreue ließen sich durch die partnerschaftliche Zusammenarbeit sowie eine offene Kommunikation lösen. Weil die Zusammenarbeit so erfolgreich verläuft, wird die Deutsche Post auch 2009 mit Cirquent als Beratungsdienstleister und Partner für Stampit und Internetmarke mit kooperieren.

 

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